SSR Team mit Stand auf der vitawell 24./25.2.18
SSR Jahresausklang 14.12.17
Vortragsreihe im Bürgerhaus 19.02.18
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Aktuelles

Spiel, Spaß und neue Informationen. Die sechste Göppinger Familienmesse hat Hunderten Besuchern bei bestem Wetter eine bunte Auswahl an Mitmach-Aktionen und Informationsständen geboten. Von David Stellmacher

Die Gegensätze hätten am Sonntag in Göppingen kaum größer ausfallen können – wo sich am frühen Morgen wegen der möglicherweise zu entschärfenden Fliegerbombe gespannte Stille breitgemacht hatte, nahmen wenige Stunden später zahlreiche fröhliche Kinder samt ihrer Eltern den Raum um die Stadthalle in Beschlag. Die strahlende Sonne und das gute Wetter taten ihr Übriges, damit sich das Gebiet in Windeseile zur Spielmeile verwandeln konnte. 

 

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Zauberer der leichten Muse. Die ganze Welt ist himmelblau. Einen unterhaltsamen Abend boten Natalie Karl, Matthias Klink und Susanne Szell bei der Gala der Staufer-Festspiele in der Stadthalle Göppingen. NWZ/Annerose Fischer-Bucher.

Operette Nichts ist so schwer wie das Leichte. Diese Weisheit gilt auch für die Umsetzung der sogenannten leichten musikalischen Muse. Unter dem Motto „Die ganze Welt ist himmelblau“ aus dem „Weißen Rössl“ von Robert Stolz gelang den Akteuren des Operettenabends der Staufer-Festspiele eine fabelhafte Umsetzung; sie zauberten ohne Kitsch Klangteppiche über die uralten Themen von Liebe, Herz und Schmerz in die Göppinger Stadthalle.


In halb-szenischer Gestaltung mit Lichteffekten und in farbig passenden Kostümen (Choreographie Nina Kurzeja, Kostüme Juliane Hollerbach), mit komödiantischem Witz, Seitenhieben und mit Melancholie fesselten sie die mehr als 500 Besucher, die sich mit reichlich Beifall und am Ende mit Ovationen im Stehen bedankten.


Alexander Warmbrunn, der Intendant der Staufer-Festspiele, hatte in seiner Begrüßung davon gesprochen, dass Operette etwas sei, „was unsere Welt heute gut vertragen kann“. Nach einer Aufführung am Stadttheater Lindau hatte er die hoch geschätzten Sänger Natalie Karl (Sopran) und Matthias Klink (Tenor) sowie die bekannte Schauspielerin Susanne Szell unter der Regie von Hendrik Müller nach Göppingen holen können. Die preisgekrönten Akteure wurden begleitet von den Württembergischen Symphonikern unter der Leitung von Kristina Sibenik, der Festspielchor war von Sabine Layer einstudiert worden.


Köstlich bereits der Anfang, als die Zofe der „Gnä’ Frau“ räsonierend beim Ausziehen behilflich ist und mit dem Hinterteil zum Publikum, halb hinter dem Vorhang agierend, die Kleidungsstücke von Madame zum Vergnügen des Publikums einzeln auf die Bühne wirft. Nun geht der Vorhang auf und das Orchester sitzt die ganze Vorstellung über quer auf der Bühne – ein prima Einfall als doppelte Kulisse. Und dann zeigen Karl und Klink gleich mit großen Stimmen, schauspielerisch und mit jedem Wort verständlich, in Ausschnitten aus der „Csárdásfürstin“ und aus dem „Zigeunerbaron“, was sie als Profis draufhaben.


Mit insgesamt 22 Nummern aus Operetten von Kálmán, Léhar, Dostal, Abraham, Millöcker, Stolz und Johann Strauss erfuhr man so ziemlich alles über verliebte Seelenzustände in Dur und Moll von Rollenbildern einer vergangenen Zeit. Und die Dritte im Bunde mit einer wandlungsfähigen Stimme, Susanne Szell, tat ein Übriges, wenn sie etwa die Männer vormittags, nachmittags und nachts studiert, wenn sie die geheime Sehnsucht jeder Frau verrät oder als Amor mit dem Bogen ihre Liebespfeile abschießt.


Das Orchester musizierte auch mal hübsch allein wie bei Léhars Walzer „Lippen schweigen“, bei „Dein ist mein ganzes Herz“ oder bei Millökers Melodienfolge der „Dubarry“.


Und bei der Zugabe standen die Musiker auf, tanzten, spielten und sangen mit den Solisten und dem Festspielchor auf der Bühne gemeinsam Emmerich Kálmáns „Tausend kleine Engel singen, habt euch lieb“.

 

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