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Aktuelles

Klimawandel als Generationenfrage – Bildung - Die Göppinger „Uni der Generationen“ startet mit einem Vortrag von Professor Ralf Ludwig zur globalen Erwärmung und ihren Folgen ins neue Semester. Von Constantin Fetzer

Ein hochbrisantes Thema und ein renommierter Wissenschaftler sorgten gestern für eine volle Aula am Campus Göppingen der Hochschule. Professor Ralf Ludwig von der Universität München hat sich „Gedanken zwischen einem 1,5-Grad-Ziel und einem Klimakollaps“ gemacht. Mit seiner Vorlesung startete die Uni der Generationen ins nächste Semester.


Das Thema zum Auftakt hatte es in sich. Auch, weil das Thema oftmals sehr emotional diskutiert wird und er darum mit nüchternen Daten und Fakten Zusammenhänge aufzeigen wollte. Der Professor erklärte an zahlreichen anschaulichen Beispielen, Analysen und Diagrammen, wie sich das Klima in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten verändert hat. Anhand eines sensitiven Klimamodells erklärte er viele Erkenntnisse, die man – bei aller gesunder Skepsis an wissenschaftlichen Themen – als Fakten anerkennen müsse. Und die zeigten eine stetige globale Erwärmung aufgrund von menschlichen Einflüssen. „Die Wissenschaft hat sich in früheren Jahren immer wieder geirrt“, sagt Ludwig. Weil: Die eingetroffenen Werte seien noch dramatischer für die Klimaentwicklung, als man früher annehmen konnte.

 

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Vorbild mit hohem Engagement - Kirche Der evangelische Dekan Rolf Ulmer wurde gestern von seinem Kirchenbezirk Göppingen in der vollen Stadtkirche herzlich verabschiedet. Von Annerose Fischer-Bucher

Mit einem Gottesdienst und einem anschließenden Empfang, ausgerichtet durch viele Ehrenamtliche, wurde gestern der evangelische Dekan Rolf Ulmer verabschiedet. Redner aus den Kirchen und Vertreter aus Landkreis und Stadt hoben das hohe persönliche Engagement und die profilierte Persönlichkeit des Dekans hervor, der nach elf Jahren in Göppingen in den Ruhestand geht.


Umrahmt wurden Feier und Gottesdienst mit viel ermunternder Musik durch das Bezirksbläserensemble und den Chor Joyful-Voices unter Gerald Buß, durch Klaus Rothaupt an der Orgel und durch ein Lied mit selbst gemachtem Text durch den Pfarrerschor mit Dekan-Stellvertreterin Kerstin Hackius. Und der scheidende Dekan bekam viele hübsche und sorgfältig ausgewählte Geschenke zur Erinnerung an die gemeinsame Zeit und für die Zukunft in seinem neuen Lebensabschnitt.


Prälatin Gabriele Wulz sagte, die Landeskirche habe Ulmer für seine 33 Dienstjahre sehr zu danken. Seine zähe und unerschrockene Haltung zu gruppenfeindlicher Menschenverachtung, die sportliche Herangehensweise des Sportlers Ulmer an die Aufgabe als Dekan und sein Vorbildcharakter, nüchtern zu sein und gerade so der Sache zu dienen, hätten ihn ausgezeichnet. Das Aushalten von Konflikten in schwierigen Situationen sowie klare Informationen bei Umgestaltungsprozessen hätten durch ihn zur Kultur des Bezirks gehört.


Nachdem Jens-Uwe Veil, Vorsitzender der Kirchenbezirkssynode, die vielen Gäste und Ehrengäste begrüßt hatte, sprachen Landrat Edgar Wolff und Göppingens Oberbürgermeister Guido Till ebenfalls Grußworte. Trotz unterschiedlicher Aufgaben und Funktionen von Landkreis und Kirche gebe es zwischen beiden viele Schnittmengen bei den heutigen sozialen Herausforderungen, und beide arbeiteten für das Wohl der Menschen, so Landrat Wolff. Er dankte Rolf Ulmer, den er als authentisch, kritisch und verantwortungsvoll bezeichnete, für die von Respekt und Wertschätzung getragene Zusammenarbeit und nannte Beispiele wie das Haus Linde, die Vesperkirche oder die Notfallseelsorge. Ein offener, sympathischer und verlässlicher Mensch sei der scheidende Dekan gewesen, sagte Oberbürgermeister Guido Till und dankte für eine gemeinsame Wertorientierung. Er habe gerade gestanden in der schwierigen Zeit der Flüchtlingsarbeit und habe sich für den Erhalt der Stadtkirche erfolgreich eingesetzt, deren Fortführung durch die Stadtkirchenstiftung gesichert sei.


Der katholische Dekanskollege Martin Ehrler bedankte sich bei einem verlässlichen und wohlwollenden Partner für die Ökumene und für die Kooperation mit hohem persönlichem Engagement auf verschiedenen Feldern wie der Aktion Rückenwind oder der Klinikseelsorge. Ulmer habe mit einer deutlichen und klaren Stimme das öffentliche Leben mitgestaltet. Er sei mit Freundlichkeit offen gewesen für Neues, aber auch leidenschaftlich darin, unliebsame Dinge anzugehen.


Rolf Ulmer dankte für die vielen Worte, für die „Ermutigung, Unterstützung und Stärkung“, indem er seinen Konfirmandenspruch von 1971 theologisch und persönlich ausleuchtete. Auch in Zeiten des Abschieds sei Gott nahe, sagte der Dekan und verwies auf eine Stelle der Bergpredigt mit dem Hinweis auf Friedfertigkeit im Kontrast zu Hass und Fremdenfeindlichkeit. Er plädierte für den Einsatz des Verstandes, da Menschliches und Göttliches eng verschränkt und Fragen offenblieben. Ulmer verabschiedete sich, indem er allen „einen Mut machenden und stärkenden Zuspruch“ wünschte.

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