Vorsorgevollmacht + Patientenverfügung

Individualtermine jeden Dienstag im Göppinger Bürgerhaus 1. Stock, rechts (Kirchstraße 11), 14.00 Uhr bis 18.30 Uhr (3 x 1,5 Stunden Individual-Erfahrungsberatung).

Voraussetzung: Terminvereinbarung mit P. Kunze. - Tel.: 07161 68 31 55 oder E-Mail: gpkunze@t-online.de.

Rechtzeitig vorsorgen: Jeder Mensch kann durch Unfall, Krankheit oder andere Ereignisse in eine Situation geraten, in der ein eigenverantwortliches Handeln und sinnvolle Entscheidungen nicht mehr möglich sind. Oftmals sind es auch Beschwerden des Alters, die selbstverantwortliches Handeln nicht mehr zulassen. Mit einer entsprechenden Vollmacht / Verfügung kann man aber Vorsorge treffen. Ergänzend ist eine Kontenvollmacht für alle bestehenden Konten sinnvoll. Die Bankinstitute verlangen dafür, hauseigenen Formulare auszufüllen. Empfohlen wird eine unbeschränkte Kontenvollmacht die über den Tod hinaus gilt. Weitere Details können per Innenverhältnisregelung (Geschäftsbesorgungsvertrag) individuell gestaltet werden.

Vorsorgevollmacht (VV): Ich erteile einer Person meines Vertrauens eine Vollmacht für die Administration meines täglichen Lebensablaufs, falls ich nicht mehr selbst entscheidungsfähig bin!

Sobald Sie die Vollmacht unterzeichnet haben, ist diese gültig und kann von der Person der Sie diese Vollmacht erteilt haben genutzt werden. Eine notarielle Verfügung ist nicht erforderlich, es sei denn die Vollmacht soll auch zum Erwerb oder der Veräußerung von Grundbesitz erteilt werden.

Patientenverfügung (PV): Der/die Vorsorgebevollmächtigte setzt meine Verfügungen durch, was Ärzte mit mir als Patient machen dürfen und was von mir ausgeschlossen ist (Basis: Mein Leben soll sich in Stille und Würde vollenden; es sollen keine lebenserhaltenden / lebensverlängerten Maßnahmen genutzt werden).

Eine Patientenverfügung kann jederzeit widerrufen werden. Es ist Aufgabe des Vorsorgebevollmächtigten, dem in der Patientenverfügung ausgedrückten Willen Geltung zu verschaffen. Deshalb sollte eine Patientenverfügung immer mit einer Vorsorgevollmacht kombiniert werden, andernfalls entscheidet ein gerichtlich bestellter Betreuer.

Hinweis zu Vollmacht / Verfügung: Es sollten nur max. zwei Personen ins Auge gefasst werden (falls einer ausfällt), die Ihr uneingeschränktes Vertrauen genießen und mit Ihren Lebensumständen gut vertraut sind. Bedenken Sie bei der Auswahl dieser Personen, dass es Ihnen nicht möglich sein wird, diese zu kontrollieren, wenn Sie in den Zustand eigener Hilflosigkeit kommen.

Die Rechtsvertretung ist durch die gesetzliche Betreuung (§ 1896 BGB) geregelt. Das Gesetz sieht nicht vor, dass an Stelle des Betroffenen automatisch der Ehegatte, der Lebenspartner, die Eltern oder die Kinder rechtsverbindliche Erklärungen abgeben dürfen!

Betreuungsverfügung (BV):
Sollten Sie niemanden kennen, dem Sie eine Vollmacht erteilen können oder gute Gründe haben, eine gerichtliche Kontrolle vorzuziehen, dann verfassen Sie eine Betreuungsverfügung. Damit können Sie Vorsorge für den Fall einer Betreuungsbedürftigkeit treffen. Mit ihr nehmen Sie Einfluss auf die Auswahl der betreuenden Person und die Führung der Betreuung. Nehmen sie in die Betreuungsverfügung alles auf, was von einer eventuell zukünftig bestellten Betreuung beachtet werden soll.

Konkrete Zusammenfassung:

Vorsorgevollmacht: Eine mir vertraute Person soll mich durch Vorsorgevollmacht uneingeschränkt vertreten. Es soll keine gerichtliche Betreuungsverfügung für mich erfolgen. Sie legen selbst fest, wer für den Fall der Entscheidungsunfähigkeit Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Belange regeln kann. Mit einer Vollmacht kann eine gesetzliche Betreuung vermieden werden. Geben Sie diese Vollmacht nur einer Person, die Ihr uneingeschränktes Vertrauen genießt und die mit Ihren Lebensumständen gut vertraut ist. Bedenken Sie bei der Auswahl dieser Person, dass es Ihnen nicht möglich sein wird, diese zu kontrollieren, wenn Sie in den Zustand eigener Hilflosigkeit kommen sollten.

Patientenverfügung: Mein Selbstbestimmungsrecht will ich auch in meiner letzten Lebensphase ausüben. Ärzte brauchen für jede Behandlung die Zustimmung des Patienten. Solange der kranke Mensch noch selbst entscheidungsfähig ist, kann er selbst dem Arzt diese Zustimmung geben oder verweigern. Wenn sich ein Patient nicht mehr äußern kann, müssen die Ärzte bei der Behandlung den mutmaßlichen Willen des Patienten berücksichtigen, der in der Patientenverfügung dokumentiert und gemäß den Paragrafen 1901a bis e und 1904 BGB zu respektieren ist. Mit der Patientenverfügung dokumentieren Sie, wie Sie behandelt werden möchten, wenn Sie nicht mehr selbst entscheiden können. Bevor Sie eine Patientenverfügung erstellen, sollten Sie den Inhalt mit Vertrauenspersonen, zum Beispiel Angehörigen, Freunden oder Ihrem Hausarzt besprechen.

Lassen Sie sich bei den Formulierungen von uns unterstützen, um eine eindeutige Vollmacht / Verfügung zu dokumentieren.

Ansprechpartner: Peter Kunze, Tel: 07161 683 155 (privat) oder 07161 650 444 (Geschäftsstelle)

Internet: gpkunze@t-online.de ; info@ssr.gp.de ; http://www.ssr-gp.de/

Stadtseniorenrat Göppingen e.V.: Geschäftsstelle: Kirchstr. 11, 73033 Göppingen, 1. Stock, rechts (hinterm Rathaus)

Sprechstunde: mittwochs 9.30 - 11.30 Uhr (keine Erfahrungsberatung für VV/PV)

  

Kurzvorstellung StadtSeniorenRat Göppingen e.V.:

Der StadtSeniorenRat e.V., kurz SSR, wurde am 23. September 1996 aus der Taufe gehoben. Pate war der Kreisseniorenrat. Unser Ziel: Die Erhaltung einer selbstbestimmten, selbständigen Lebensführung unter Berücksichtigung der Generationengerechtigkeit. Wir verfolgen ausschließlich gemeinnützige Zwecke und sind vom Finanzamt als förderungswürdig anerkannt. Unsere Aktivitäten: Projektarbeit, Generationen-Uni, - Seniorenakademie, Erfahrungsberatung, Unterstützung, Kunst- / Kulturfahrten, Dialog der Generationen, Die Geschichte des Judentums, des Christentums und des Islam, Wanderungen, Vorträge, Veranstaltungen, Erfahrungsberatung für Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, wöchentliche Sprechstunde. Mitgliedschaften: Kreisseniorenrat, Lokales Bündnis für Familie e.V., Seniorennetzwerk Göppingen (450 Seniorenbesuche), Initiative SICHERER Landkreis e.V., Kreisfrauenrat und monatliche städtische Verkehrsschau. Unser Schirmherr ist OB Guido Till. Wir sind rund 200 Mitglieder (Altersdurchschnitt 76 Jahre) und bieten jedes Jahr 30 Veranstaltungen an. Unsere Premiumveranstaltungen sind Uni der Generationen (650 - 750 Teilnehmer) und Seniorenakademie (zusammen mit den Göppinger Bildungseinrichtungen,150 - 170 Teilnehmer). Unsere Unterstützer/Sponsoren: Stadt, KSK, NWZ, Sparda-Bank, Volksbank, Hochschule Esslingen Campus Göppingen. Unsere HP: www.ssr-gp.de .

SSR-Projektübersicht: https://www.ssr-gp.de/id-9-uni-der-generatonen-udg.html