Spiel, Spaß und neue Informationen. Die sechste Göppinger Familienmesse hat Hunderten Besuchern bei bestem Wetter eine bunte Auswahl an Mitmach-Aktionen und Informationsständen geboten. Von David Stellmacher

Die sechste Göppinger Familienmesse hat Hunderten Besuchern bei bestem Wetter eine bunte Auswahl an Mitmach-Aktionen und Informationsständen geboten. Von David Stellmacher

Die Gegensätze hätten am Sonntag in Göppingen kaum größer ausfallen können – wo sich am frühen Morgen wegen der möglicherweise zu entschärfenden Fliegerbombe gespannte Stille breitgemacht hatte, nahmen wenige Stunden später zahlreiche fröhliche Kinder samt ihrer Eltern den Raum um die Stadthalle in Beschlag. Die strahlende Sonne und das gute Wetter taten ihr Übriges, damit sich das Gebiet in Windeseile zur Spielmeile verwandeln konnte. 

Rasch wusste etwa die große und nicht minder bunte Hüpfburg ihre kleinen Besucher für sich zu begeistern. So war bereits von weitem zu erkennen, dass bei der sechsten Familienmesse in der Stadthalle auch in diesem Jahr zuvorderst die Belange der kleinen Göppinger im Mittelpunkt stehen sollten. Unter dem Motto „Familie ist Zukunft“ haben die Organisatoren der Projektgruppe und des Lokalen Bündnisses für Familie wieder ein vielfältiges Programm auf die Beine stellen können. Über die unterhaltsamen Mitmach-Angebote und Spiele-Aktionen für Kinder hinaus boten die Messestände wichtige Informationsangebote zu all jenen Themen, die besonders junge Eltern interessieren. Den ganzen Tag über lockten Spiele wie ein Rollstuhl-Parcours, Fahr-Wettbewerbe oder auch Lösch-Übungen mit der Jugendfeuerwehr begeisterte Kinder an. Auf der Bühne traten außerdem verschiedene Gruppen auf und sorgten für musikalische Unterhaltung. Viele Besucher lobten vor allem die gelungene Verbindung zwischen Spiel, Spaß und neuen Informationen.

Die Stände bildeten dabei die gesamte Bandbreite an Angeboten in Göppingen und dem Kreisgebiet ab. Von Betreuungsmöglichkeiten über Soziale Dienste bis hin zu städtischen und kirchlichen Einrichtungen sowie Bildungseinrichtungen reichten die kreativen Infostände. Umso schneller füllte sich die Halle denn auch mit interessierten Besuchern – bereits zur Eröffnung am späten Vormittag war das Foyer gut gefüllt und nicht wenige Engagierte hatten alle Hände voll zu tun, die Besucher mit Informationen zu versorgen.

Dabei bot sich für die Organisationen eine gute Gelegenheit, auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen und ins Gespräch zu kommen. Das schätzten auch die Göppinger Hebammen, deren Vorsitzende Arinya Blochum mit ihren Kolleginnen die eigene Arbeit vorstellte und Interessierte beriet. „Wir führen rund 60 Gespräche an einem Messetag“, meinte die Familienhebamme.

Über die gute Resonanz der Messe konnte sich Göppingens Erste Bürgermeisterin Almut Cobet, die zugleich als Schirmherrin die Halle eröffnete, nur freuen. Sie betonte, „die Buntheit und die Qualität spiegeln wider, was die Stadt für Familien anbietet.“ Auch wenn die Messe nur einen kleinen Ausschnitt zeigen könne, sei es beeindruckend, wie viele Organisationen und Unternehmen sich wieder beteiligt hätten. Umso bedeutsamer sei es, dass Angebote wie die Familienmesse auf eine breite Unterstützung zählen können. „Wir können sehr stolz sein, was wir für Göppingen alles erreicht haben“, unterstrich Cobet und verwies auf die enge Verzahnung zwischen den verschiedenen Akteuren.

Die Messe und ihre Angebote zeigten auf, dass die Stadt sämtliche Bürger in den Fokus nehmen wolle. Denn „eine familiengerechte Stadt bedeutet, dass wir an alle denken“, so die Erste Bürgermeisterin. Tatsächlich beschränkte sich das Messepublikum nicht nur auf junge Familien. Auch zahlreiche Großeltern hatten den Weg in die Stadthalle gefunden und begleiteten ihre Enkel beim Erkunden der Spielangebote.

Diese breite Wirkung wolle man mit der Messe fördern, sagte Walter Scheck, der als Vorsitzender des Lokalen Bündnisses für Familie maßgeblich an deren Organisation mitgearbeitet hat: „Alle sollen hier gerne, respektvoll und fröhlich miteinander leben. Diesem Ziel sind wir wieder Mal ein Stück nähergekommen.“

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